Ariyadasa Kandege |
Sri Lanka das Land aus dem der Künstler stammt, früher Ceylon, ist eine Perle im Indischen Ozean. Der Name bedeutet „Strahlendes Land“ und so strahlen auch die Menschen dieses Landes eine Freundlichkeit aus, die sich Ariyadasa Kandege noch nach vielen Jahren in Deutschland bewahrt hat.
Der Künstler wurde im Jahre 1950 in Rathgama, einem Fischerdorf an der Südostküste Sri Lankas, als viertes von sieben Kindern geboren. Seine College-Zeit verbrachte er in Galle, der zweitgrößten Stadt Sri Lankas, wo sein Vater ein Textilgeschäft hatte. Eine Ausbildung zum Hotel- und Restaurantfachmann mit mehrjähriger Berufserfahrung in Sri Lanka ebneten ihm schließlich 1979 den Weg nach Deutschland, wo er an der Universität Essen seinen Wunschtraum erfüllte, Kunstmalerei zu studieren.
Ariyadasa Kandege ist seit seiner Kindheit von der Lebensphilosophie des Buddhismus geprägt. Malerei ist seine Meditation, die ihm die innere Ruhe bei dem Alltagsstress gibt. Seine Farbenfreude ist von seinem Lieblingsmaler und Vorbild Paul Gauguin beeinflusst. Seine Gedanken und Geschichten, die er beim Malen im Kopf hat, schlagen sich auf der Leinwand nieder. In seiner künstlerischen Arbeit des Malens möchte er seine Liebe zur Heimat, seine Phantasien und Eindrücke, aber auch die große Liebe zu seiner Mutter – eine Frau steht in Sri Lanka als Symbol für Familie und Verbundenheit – in kreativer und malender Form widerspiegeln lassen. Deutlich wird beim Betrachter seiner Bilder, welche Sehnsüchte und Gefühle ihn bewegen. So findet man immer wieder Bilder von ärmlichen Familien in Dörfern, von sonnigen Landschaften mit schwer arbeitenden Menschen sowie von der ceylonesischen Frau bei ihrer täglichen Arbeit. Eine völlig gegensätzliche Richtung sind seine - in vielfältigen ornamentalischen Formen - dargestellten Figuren, die tänzerische Bewegungen oder weibliche Akte zeigen. Die meisten seiner Werke sind in hell-dunkel Kontrasten und Komplementärfarben gemalt.
Aber auch seine Wahlheimat hat der Künstler vielfach gewürdigt: Eine Serie von neueren Bildern zeigt seine Verbundenheit mit der Stadt Essen aus verschiedenen Blickwinkeln und mit ganz viel Phantasie.
Das Malen ist für Ariyadasa Kandege nicht nur eine Form der Darstellung, sondern auch ein Quell der Kraft und Entspannung.
Viele von Ariyadasa Kandeges Werken sind als Poster, Kunstdrucker oder Postkarten zu erwerben. Besuchen Sie die Homepage des Künstlers.
Dieser Text stammt mit freundlicher Genehmigung von der Homepage des Künstlers.
Per Email ist er unter ari@cardevent.de zu erreichen.
Die NRZ (07.10.2004) über Ariyadasa Kandege:
| „Ein Hauch von Paradies: Wer bei einer Ausstellung mit diesem Titel sehnsüchtig an das Meer, an Palmen und exotische Blumen denkt und sich fort wünscht aus dieser Stadt, sollte die Bekanntschaft mit Ariyadasa Kandege machen. Seine Ölgemälde zeigen Orte, die andere nicht im Traum mit „paradiesisch“ versehen würden. Zeche Zollverein etwa, oder den Burgplatz. Ariyadasa Kandege, genannt „Ari“, stammt aus Sri Lanka und lebt seit über 25 Jahren in Deutschland. Der gelernte Hotelfachmann hat in Essen Kunst studiert und als Restaurantleiter im Handelshof die Gäste mit seinen kunstvollen Tischdekorationen um den Finger gewickelt. Die „Ruhrmetropole“, wie er seine Wahlheimat stolz nennt, sieht er mit ganz anderen Augen, als so mancher gebürtiger Essener. (sib/NRZ-Foto: Uli von Born) |
Gauguin im Kopf, die Zeche vor Augen
MALEREI / Für Ariyadasa Kandege, Wahl-Essener aus Sri Lanka, lassen sich Gegensätze ganz einfach überwinden - mit etwas bunter Farbe.
Kandege wurde in einem Fischerdorf an der Südostküste Sri Lankas geboren und hat ein Vorbild: Paul Gauguin. Wenn sich jemand wie er im Ruhrgebiet auf Motivsuche begibt - möchte man meinen - kann das nur in Verzweiflung enden. Doch der 54-jährige Singhalese übertünchte das Grau kurzerhand mit bunten Farben: Zollverein malt er in kräftigem dunkelrot und Türkis, die A 40 erstrahlt in schönen Blau-Tönen.
Seit jeher hatte Kandege davon geträumt, in Europa Kunst zu studieren, doch schon das Flugticket war für den Hotelfachmann unerschwinglich. Bis ein Tourist aus Essen anbot, die Reise zu zahlen, wenn Kandege das Geld in seinem Busunternehmen abarbeiten würde. So verbrachte Kandege die ersten Wochen in Essen damit, behinderte Kinder zur Schule zu begleiten, bevor er sich 1979 an der Gesamthochschule einschrieb.
Die finanzielle Situation zwang ihn bald in seinen alten Beruf zurück. Dreizehn Jahre lang arbeitete er im Handelshof, zunächst als Kellner, später als Restaurantleiter. Auch dort fand Kandege Raum für Kreatives: Bei den Gästen wurde "Ari" bekannt für seine aufwändigen und individuellen Tischdekorationen für Geburtstags- und Hochzeitsgesellschaften.
Als jedoch die Hoteldirektion wechselte, sah Kandege sich rassistischen Anfeindungen ausgesetzt. Er zog gegen den damaligen Geschäftsführer vor Gericht, und gewann. Seitdem führt er das Restaurant des Steeler Seniorenheims "Kaiser-Otto-Residenz" und malt in seinem Atelier im Unperfekthaus. Die farbenfrohen Bilder sprechen eine deutliche Sprache. Ari Kandege fühlt sich hier zu Hause, trotz allem: "Ich mag die Stadt. Ich muss mir Essen nicht schön malen, aber ich möchte anderen zeigen, wie schön es sein kann." (sib)
elektronische Postkarten von Ariyadasa (Ari) Kandege
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